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Leidenschaft für Landwirtschaft.

Viele Unternehmen haben eine Geschichte – manche haben Geschichte geschrieben. In der Welt der Landwirtschaft zählt CLAAS zu den prägenden Unternehmen. Begleiten Sie uns auf einen Streifzug durch die Geschichte des Unternehmens seit seiner Gründung 1913.

Leidenschaft für Landwirtschaft.

Viele Unternehmen haben eine Geschichte – manche haben Geschichte geschrieben. In der Welt der Landwirtschaft zählt CLAAS zu den prägenden Unternehmen. Begleiten Sie uns auf einen Streifzug durch die Geschichte des Unternehmens seit seiner Gründung 1913.

Meilensteine der CLAAS Elektronikgeschichte

Zurück in die Zukunft

Harsewinkel, Oktober 2017 - Digitalisierung und Vernetzung sind dabei, die Welt der Landwirtschaft nachhaltig zu verändern. Bereits vor über 40 Jahren entwickelte CLAAS sein erstes elektronisches Fahrerassistenzsystem. Über wichtige Meilensteine der Elektronikgeschichte erzählt uns der langjährige CLAAS Entwicklungsleiter, Dr. Norbert Diekhans.

Herr Dr. Diekhans, im Oktober eröffnete CLAAS ein neues Entwicklungszentrum für Elektronik in Dissen, Niedersachen. Was denken Sie über diesen Schritt als jemand, der die Elektronikentwicklung bei CLAAS von Beginn an miterlebt hat?

Es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich diese Sparte entwickelt hat. Ich bin 1979 zu CLAAS gekommen und war ab 1982 für die Elektronikentwicklung verantwortlich. Heute sind es ja über 300 Elektroniker, die einen großen Teil der Innovationen bei CLAAS vorantreiben – damals waren wir ein Team von gerade einmal vier Mitarbeitern, das dafür zuständig war. Dies ist wirklich eine beeindruckende Entwicklung, wenn ich daran zurückdenke, wie klein wir damals angefangen haben.

Wie sahen die Anfänge der Elektronikentwicklung bei CLAAS aus?

Der Aufbau einer eigenen Elektronikabteilung bei CLAAS begann in den 1970er Jahren mit der Entwicklung des Lenkautomaten und des Durchsatzkontrollgeräts DKG. Der Lenkautomat war, als er 1975 vorgestellt wurde, eine Attraktion auf allen Messen: Plötzlich hatte der Fahrer beim Lenken die Hände frei! Seitdem bilden automatische Lenksysteme einen wichtigen Schwerpunkt bei CLAAS und wurden immer weiter vorangetrieben und perfektioniert: Mit der Einführung von AUTO CONTOUR 1990, dem LASER PILOT 1998 und dem GPS PILOT 2003 haben wir dafür gesorgt, dass CLAAS immer das beste und leistungsfähigste Produktangebot auf diesem Gebiet hat. Auch das DKG, das wir 1974 auf den Markt gebracht haben, war angesichts der heutigen Bedeutung der Mähdreschereinstellung eine wegweisende Entwicklung.

Wie verlief die weitere Entwicklung in diesem Bereich?

Das DKG zeigte den Kornverlust am Mähdrescher an, was beim damaligen Stand der Technik schon eine Innovation war. Wir wussten aber: Da geht noch mehr! 1983 habe ich dann ein staatliches Förderprogramm eingeworben, das uns die Entwicklung des Bordinformators ermöglichte. Als der 1985 auf den Markt kam, hat er alles verändert: Jetzt konnte man elektronische Informationen, wie etwa die gemähten Hektar, direkt in der Kabine anzeigen. Der Erfolg des Bordinformators, der bis 2009 hergestellt wurde, spricht ja für sich und für den Bedarf nach derartigen Lösungen; über 29.000 Geräte haben wir verkauft. Trotz dieses großen Erfolgs haben wir uns natürlich nicht auf unseren Lorbeeren ausgeruht, sondern versucht, auch dieses System immer weiter zu verbessern.

Was waren die Anfänge auf dem Gebiet Precision Farming?

Nach dem Bordinformator haben wir 1991 den YIELDOMETER eingeführt. Dieses Gerät bot erstmals die Möglichkeit, die GPS-Position und den Ertrag aufzuzeichnen und baute unser Angebot zu Precision Farming weiter aus. Ein weiterer Meilenstein war dann natürlich das CEBIS, das 1995 mit dem LEXION auf den Markt kam und Maßstäbe bei der Bedienung der immer komplexer werdenden Systeme setzte. Auch das Thema ISOBUS, also die Standardisierung von Elektroniklösungen, hat Tradition bei CLAAS: So verfügte etwa unser Universelles-Mikrocomputer-Steuergerät UMS schon 1987 über einen CAN-Bus. Die Führungsrolle, die CLAAS heute bei Precision Farming und automatischen Lenksystemen einnimmt, lässt sich also bis in die 1970er Jahre zurückverfolgen. Ohne den starken Rückhalt, den wir gerade von der Unternehmensleitung gespürt haben, wäre das so sicher nicht möglich gewesen.

Wie hat sich dieser Rückhalt geäußert?

Lassen Sie mich dazu eine persönliche Episode erzählen: Ganz zu Beginn, um 1982, kam Helmut Claas zu mir und fragte mich, wie unsere Ernteversuche aussehen. Unser Versuchsmähdrescher war gerade in der Nähe, darum sind wir gemeinsam aufs Feld gefahren. Das Wetter war sehr schön, und so hat Herr Claas auch August Claas mitgenommen, unseren Unternehmensgründer, der schon 94 Jahre alt war. Vor diesen beiden Mähdrescherlegenden durften wir dann unsere Neuerungen vorstellen – das war natürlich sehr motivierend für alle, dass sich der Firmengründer und der oberste Chef dermaßen für die elektronische Entwicklung interessierten. Es freut mich also zu sehen, wie weit wir inzwischen gekommen sind. Ich bin sehr gespannt auf die Produktlösungen, die die CES am neuen Standort in Dissen in Zukunft entwickeln wird.

Mehr im Videointerview mit Dr. Norbert Diekhans: