Der CLAAS Knoter

Patent Nr. 1

Der legendäre Knoter erhielt im Jahre 1921 die Patentnummer 372140 und war das erste Patent der Firma Gebr. Claas. Aber was ist eigentlich ein Knoter?

Der CLAAS Knoter

Patent Nr. 1

Der legendäre Knoter erhielt im Jahre 1921 die Patentnummer 372140 und war das erste Patent der Firma Gebr. Claas. Aber was ist eigentlich ein Knoter?

Der Knoter. Der Anfang von besser.

Der Knoter - Was ist das eigentlich?

Vielleicht hat das Prinzip der Nähmaschine Pate gestanden bei der Erfindung des Knoters, des Knüpf-Apparats im Strohbinder. Die Nadel in der Nähmaschine sticht in den Stoff hinein und zieht blitzschnell kleine Schlaufen durch die vorbeilaufenden Textilien. Der Knoter im Strohbinder schlingt ebenfalls mithilfe einer Nadel und einem Knoterhaken das Bindegarn um das Strohbund herum und zieht fest zu.

Das funktioniert gut, solange das Bindegarn von gleichbleibender Stärke ist. Falls das Bindegarn unterschiedlich dick ist, reißt der Faden, und die Strohbunde fallen wieder auseinander. Die amerikanische Firma McCormick hatte Ende des 19. Jahrhunderts bereits einen recht guten Knüpfer-Apparat, um Stroh zusammenzubinden, auf den Markt gebracht, doch funktionierten die Strohbinder auf dem Kontinent nur bedingt, und es kam immer wieder zu Störungen. August Claas entwickelte einen Knoterhaken mit einer begrenzt beweglichen Oberlippe. Durch diese eingebaute Flexibilität konnte man Bindegarn jeglicher Stärke und Beschaffenheit verarbeiten – es hielt im Prinzip immer.

Gerade in der Mangelzeit nach dem Ersten Weltkrieg hatte das Bindegarn eine schlechte Qualität. Deshalb war die CLAAS’sche Erfindung von enormer wirtschaftlicher Bedeutung in der Landwirtschaft.

Die Funktion des Knoters im Film anschaulich gezeigt

Der Knoterapparat erhielt im Jahre 1921 die Patentnummer 372140 und war das erste Patent der Firma Gebr. Claas. Der legendäre Knoterhaken mit der begrenzt beweglichen Oberlippe wurde 1923 unter der Nummer 414212 patentiert. Grundsätzlich hat sich an der Funktion des Knoters bis heute wenig geändert. Immer noch werden in Strohpressen überall auf der Welt die Strohballen durch Bindegarn fest zusammengehalten. Der kostbare, nachwachsende Rohstoff Stroh bleibt so in Form und steht in guter Qualität zur Verfügung.

Qualität erforderte viel Handarbeit und Präzision. Georg Szyszka kontrolliert die Knoter für Strohpressen – ein Bild aus dem Jahre 1962.